10.000 Chancen

Eine interessante Initiative nennt sich „10.000 Chancen“ – Zweck ist die Vermittlung von asylberechtigten Flüchtlingen in den österreichischen Arbeitsmarkt.

Das Ziel des dahinter stehenden Vereines mit Gründer Bernhard Ehrlich ist es, aus Sozialhilfebeziehern Steuerzahler zu machen und 10.000 Arbeitsplätze zu schaffen – was dem Staat 100 Mio EUR pro Jahr ersparen würde (laut Interview Herr Ehrlich).

Auf der Homepage des Vereines haben Firmen die Möglichkeit, offene Stellen bekannt zu geben. Es wird dann der Kontakt zu NGOs hergestellt, die asylberechtigte Flüchtlinge vermitteln können.

Die Aktion wird auch u.a. vom Trend unterstützt – neben einem interessanten Bericht gibt es auch eine Unterseite, auf der die angebotenen Arbeitsplätze sichtbar sind. Es handelt sich derzeit großteils um die Bereiche Reinigung/Facility und Gastronomie.

Mapathon – Verbesserung des Kartenmaterials in Krisengebieten

Durch einen Artikel im Kurier vom 14.1.2017 bin ich auf das Projekt „Mapathon“ aufmerksam geworden.

In kurzen Worten geht es darum: Bestimmte Gebiete der Welt, wie zb der Südsudan, sind kartographisch nur unvollständig erfasst. Das macht es für Hilfsorganisationen wie zB Ärzte ohne Grenzen schwierig, Hilfsaktionen zu planen bzw zu den Menschen vorzudringen.

Freiwillige haben nun die Möglichkeit, auf vorhandenen Satellitenbilder dieser Regionen händisch Gebäude und Wohnflächen zu ergänzen bzw zu markieren. Auf den Bildern können runde bzw eckige Strukturen erkannt werden, die aber von einer Software nicht automatisch als Gebäude erkannt werden. Durch diese händische Nachbearbeitung kann die Arbeit für die Hilfsorganisationen deutlich erleichtert werden.

Man kann diese Ergänzungen auch alleine machen – wenn sich Freiwillige auf einer hierfür organisierten Veranstaltung treffen, nennt man dies „Mapathon“.

Organisator solcher Veranstaltungen  ist zB die Organisation „Missing Maps“. Im März soll es im Wiener Metalab wieder einen Marathon geben.

 

Zusammen Österreich – das Magazin für Migration, Integration und Zusammenleben

Heute möchte ich auf eine Publikation des Österreichischen Integrationsfonds aufmerksam machen:

Die kostenlose Zeitschrift „Zusammen Österreich“ beschäftigt sich mit den Themen Migration/Integration und Zusammenleben. Ich habe sei nun zum erstmal gelesen. Was mir in der aktuellen Ausgabe besonders gut gefallen hat, waren die Artikel über gemeinnützige Arbeit (wird ja gerade sehr kontrovers diskutiert) und die vielen Hinweise auf Seiten, die Informationen enthalten, wo man sich ehrenamtlich engagieren kann. Auch einige mir bisher noch nicht bekannte Links zum Thema „Sprache lernen / Sprache lehren“ waren dabei.

Wer möchte, kann die Zeitung per mail kostenlos abonnieren:
Magazin „ät“ integrationsfonds.at

Auf der der Homepage der Zeitschrift gibt es weitere Informationen über die jeweils aktuelle, aber auch die vergangenen Ausgaben. Ich finds lesenswert.

Deutsch als Zweitsprache – beim Deutschlernen unterstützen

Ein Hinweis auf eine möglicherweise interessante Veranstaltung:

Am Freitag, den 3.2.2017, von 18.00 – 21.00 Uhr gibt es unter dem Schlagwort „freiwillig:kompetent“ ein Infomodul der MA17 zum Thema „Deutsch als Zweitsprache – beim Deutschlernen unterstützen„.

Lt Homepage richtet sich das Modul vor allem an Freiwillige, die keine Erfahrung/Ausbildung als Lehrende haben und soll bei der Vermittlung von Sprachkenntnissen, Auswahl von Lehrmaterial etc unterstützen.

Ort: Seminarraum der MA17, 1150 Wien, Gasgasse 8-10 (Stiege 1, 1. Stock links)

Die Vortragenden kommen jeweils von den Volkshochschulen und dem Verein Projekt Integrationshaus.

Anmeldung: via email:freiwilligen.info@ma17.wien.gv.at

Ich denke, ich werde mir das mal anhören – ich habe selber das Problem, daß ich ab einer gewissen Stufe nicht mehr weiß, was ich sinnvollerweise sprachlich anbieten soll.

Info Modul Flüchtlingswesen in Wien 17.11.2016

Die Stadt Wien bietet, wie schon in einem anderen Beitrag beschrieben, „Info Module“ für Freiwillige in der Flüchtlingshilfe an. Es handelt sich hierbei um Vorträge, bei denen aber auch der Diskussion Raum eingeräumt wird.

Ich habe nun an der Veranstaltung am 17.11 zum Thema „Flüchtlingswesen in Wien“ teilgenommen – anbei der Versuch einer Zusammenfassung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit:

Ablauf eines Asylverfahrens in Österreich:
Hier gibt es eine gute Übersicht des BMI.

Wer nimmt an der Grundversorgung (GVS) teil:
Asylwerber
Subsidiär Schutzberechtigte (eine Definition findet sich in Wikipedia)
Asylberechtigte in den ersten 4 Monaten nach Asylgewährung
Fremde mit humanitärem Aufenthaltstitel

Erstanlaufstellen: Thalham, Traiskirchen

Leistungen in der GVS
Wohnen/Verpflegung
Info/Beratung
Sozialarbeit
Bildungsleistungen
Krankenversicherung (in Wien mittels E-Card)
Bekleidungsgeld
Schulgeld

Ad Wohnen:
Wohnt man privat –> EUR 215,00 p.m. Wohngeld
bei Bedarf Mietzuschuss bis 150,00 p.m.
Wohnt man in einem Quartier:
Taschengeld, Freizeitgeld
Verpflegungsgeld (EUR 5,50 am Tag)

Öffi Ticket – Ersatz: für Behördengänge, Sprachkurse uä

Organisierte Quartiere:
Familienquartier
Männerquartiere
Was für unbegleitete mindern. Flüchtlinge ab 14j.
dislozierte Wohnungen (Nachbetreuung, Familien)
Gastfamilien

Caritas Asylzentrum: hier wird der Antrag auf Grundversicherung gestellt
1090 Wien, Spitalgasse 5-9

Zentrale Anlaufstelle für privat wohnende Asylwerber
Klärung der Hilfsbedürftigkeit
Auszahlung von Leistungen
Beratung

Aktuelle Themen:
Aktion „Start Wien“
Bildungsdrehscheibe
Jugendcollege
Deutschkurse für Asylwerber (an sich noch kein Anspruch)
Beschäftigungsmaßnahmen
neue Quartierplätze
RefAid
Mobilität

Gemeinnützige Tätigkeit von Asylwerbern
Beschäftigungsverbot für Asylwerber
gemeinnützige Tätigkeit innerhalb Stadt Wien möglich
kein Dienstvertrag
Anerkennungsbeitrag von bis zu maximal EUR 200,- p.m.
bisher rund 250 Arbeitsplätze vermittelt
Ansprechpartner Fonds Soziales Wien: Renate Christ (renate.christ@fsw.at)

Zahlen zum Thema
Stand Oktober 2016 gab es in Österreich 80.300 Asylwerber
40% wohnen in organisierten Quartieren
60% wohnen in Privatquartieren
30% sind Frauen
3000 Subsidiäre
rund 60 Asylanträge österreichweit pro Tag

Links zum Thema:
Verein Kui –> private Aufnahme von unbegl. mindern Flüchtlingen
Servicestelle Asylzentrum Caritas Wien
Interface Wien –> Beratung von Asylberechtigten
Verein „Viel mehr für alle“ –> Bildung und Wohnen
Queerbase –> Beratung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*Personen, Inter und Queens
Psychosoziales Zentrum Esra –> Hilfe für traumatisierte Menschen
Hemayat –> Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende

 

Kältetelefon Caritas Wien

Aus aktuellem Anlass möchte ich hier einen Facebook-Aufruf der Caritas Wien teilen (der nachstehende Text wurde vom Facebook-Team „Wir helfen.“ verfasst)
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Da liegt wer? Hinsehen, nicht wegschauen.

Ein Mensch liegt/schläft in einem Park, in einem Aufzug, auf der Strasse und Du bist Dir nicht sicher, ob er oder sie Hilfe braucht?

1. Sprich die Person an, frag nach, ob sie Hilfe braucht.
2. In Notfällen bitte die Rettung -144 anrufen.
3. Ab 2.11. kannst Du rund um die Uhr das Kältetelefon anrufen, wenn Dir auffällt, dass in Wien ein obdachloser Mensch Hilfe braucht. Die Streetworker der Gruft besuchen Menschen an ihren Schlafplätzen im Park, an Bahnhöfen, unter Brücken und bringen Schlafsäcke und Hilfe.

Speichert die Nummer gleich ins Handy ein: +4314804553
Und bitte teilt das Posting. Es kann Leben retten.
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Es gibt auch eine zugehörige mailadresse: kaeltetelefon@caritas-wien.at

Hier noch ein Link auf den entsprechenden Bereich der Caritas-Homepage.

In diesem Zusammenhang gab es heute in der Tageszeitung Kurier auch einen ausführlichen Artikel über die Sozialarbeit der Caritas, gerade in der kalten Jahreszeit.

 

Refugee Blog auf futurezone.at

Eine interessante Aktion hat vor kurzem auf der Futurezone.at gestartet: der Refugee Blog.
Geflüchteten soll die Möglichkeit gegeben werden, vor allem über ihr digitales Leben zu erzählen.

Wie funktioniert die Kommunikation in ihren Heimatländern? Welche Medien gibt es dort? Kontrolle? Meinungsfreiheit? Wie hält man die Verbindung mit der Familie?

In den ersten Artikeln haben die Schreiber sehr viel Persönliches eingebracht…wie sie zur Technik gekommen sind, was sie verwenden, auch Teile ihrer Lebensgeschichte sind verpackt. Aber auch Eindrücke zur politischen Situation in den Heimatländern.

Eine Besonderheit: die Artikel sind in Deutsch und in der Originalsprache ausgegeben.